Praktikantenlogbuch, Startseite
Seit drei Wochen stehe ich wieder im regelmäßigen Arbeitsleben. Profiteur, Opfer (oder wie auch immer) meiner Mühen ist der „Mikromischkonzern“ Super-Fi im Wiener 4. Bezirk. Dort bin ich „Social Media Praktikant“. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der denke nun an einen Geek, der vor seinem PC sitzt und nichts anderes tut als mit Facebook und Twitter zu spielen. Und nein. Das Wort Geek erkläre ich jetzt nicht.
Super-Fi ist fest in der Hand des überzeugten Atheisten Niko D. Alm, dessen Terminkalender pro Tag gefühlte 28 Stunden umfasst. Entsprechend wenig ist er im Arbeitsalltag wahrnehmbar, denn die meiste Zeit weilt er entweder in seiner „Chefkammer“ (ein gruseliger Ort hinter dem Büro in dem ich sitze) oder ist on tour. Wenn man ihn doch mal erwischt, ist er trotz seines Arbeitspensums ein relaxter Mensch, der gerne in Schürzen herumläuft.*
Zur Seite gestellt wurde mir die werte Kollegin Lisa Stadler, dank der ich bald lernte, dass jemand der weniger als 35 Projekte gleichzeitig betreut hier quasi als arbeitslos gilt. Trotzdem wird der Büroverteiler für [SPAM]-Mails** rege genutzt.
Mittlerweile bewege ich mich recht routiniert zwischen den verschiedenen Aufgaben hin- und her und habe auch meine Furcht vor der zweistöckigen Wendeltreppe erfolgreich abgelegt. Selbstverständlich (und auch im Sinne eines Praktikums) ist hier die Arbeit für mich des öfteren mit Lernen von Neuem verbunden – was hauptsächlich den interessanten Tätigkeiten wie auch dem guten Arbeitsklima geschuldet ist. Ganz ohne Heuchelei: Ich bin gerne hier.
Dass ich zunehmend mit Aufgaben größerer Wichtigkeit betraut werde (etwa ein Content-Organigramm um Licht ins Dunkel des Zuständigkeitswirrwarr zu bringen oder ein Twitterguide zur Erlangung der Herrschaft über die Mikroblogosphäre) sagt mir, dass man hier wohl zufrieden mit mir ist. Freilich macht mich das ein klein wenig stolz auf mich selbst. Warum auch nicht? :)
Mein Aufgabenbereich wird in Zukunft weiter wachsen, soviel steht bereits fest. Was schön ist, da hier auch Rücksicht auf meine Interessen genommen wird. Folglich ist keiner bisher auf die Idee gekommen, mich hauptzeitlich für ein Modemagazin einzuteilen. ***
Und das ist auch gut so.
Lest das nächste Mal:
Nachrichten aus der Zukunft. Des Praktikanten Kochkünste. Und: Besitzt Ali Mahlodji wirklich einen fliegenden Teppich?
* Nur in der hauseigenen Küche, versteht sich.
** „Hey, ich hab da was total lustiges auf YouTube gefunden…“
*** Werte KollegInnen, das war ausdrücklich KEINE Aufforderung!!
Tags: Praktikum, Super-Fi