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Leinwand

Yes, we can!

26.10.2008
alm
Niko Alm

Super-Fi schreibt Etat-Headlines

Presse



“Der nächste Wahlkampf beginnt jetzt”, sagt Niko Alm von Super-Fi. Jener Agentur, die für die Werbekampagne und die Mediaplanung der Grünen verantwortlich zeichnete.

Was hier als gefährliche Drohung an die wahlkampfgefolterte Bevölkerung zu lesen sein könnte, ist natürlich nicht ganz so gemeint. Für derStandard.at/Etat reicht das Zitat immerhin zur Headline des Artikels, der Aufschluss darüber gibt, warum der nächste Wahlkampf wirklich jetzt losgehen sollte.



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21.10.2008
alm
Niko Alm

IAB Podiumsdiskussion 20.10.2008

Theorie & Praxis



Mit dem Titel “Internet – die erste Wahl” zur gestrigen Podiumsdiskussion unterstellt das IAB Austria gleich doppeldeutig, dass der vergangene Wahlkampf, der erste war, der ansatzweise online stattgefunden hat, was aber auch gut bzw. am besten so ist. Den diskursiven Frontalunterricht bestritten:


Martin Staudinger (werbeplanung.at) – fachkundige Moderation


Helge Fahrnberger (helge.at)
Thomas Holzhuber (impaction) – LIF
Christoph Chorherr – Die Grünen
Manfred Lamplmair – SPÖ
Gerhard Loub – ÖVP
Niko Alm (Super-Fi) – Die Grünen


Die Zeit war mit knapp 1,5 Stunden natürlich wie immer zu kurz, so dass sich pro Person wieder nur ein paar kurze Statements ausgingen. Die Sichtweise der Großparteien, war vielleicht nicht ganz kompatibel mit den Wegen, die von LIF und den Grünen online eingeschlagen wurden im Wahlkampf. Grosso modo aber ein Erfahrungsaustausch mit Engagierten und Interessierten.


Zur Einleitung gab es kurze Präsentationen von Helge Fahrnberger (SlideShare) und Niko Alm (die in diesem Fall aber leider nicht veröffentlicht werden kann).


Bericht im medianet



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03.10.2008
alm
Niko Alm

Angelo Peer im Bestseller über den Wahlkampf

Theorie & Praxis



Einen Kommentar aus er werblichen, unbeteiligten Innensicht hat Angelo Peer der letzten Ausgabe des Bestseller veröffentlicht, wo er u. a. auf den UserInnen-Wahlkampf Bezug nimmt. Da der Beitrag online nicht zu finden ist, wird er hier mit Erlaubnis des Autors in voller Länge wiedergegeben:




Gerade in Wahlzeiten treten sie
wieder gegeneinander an:


Der professionelle Werber und seine Feinde



Angelo Peer


Eine seltsame Bewegung in der Wahlbewegung hat sich breit gemacht. Die Menschen achten plötzlich auf jenes notwenige Übel, das sie im Grunde ja so verachten: die Plakate. Da wird gesudert, was das Zeug hält, und beinhart gekämpft um die Lufthoheit überm linken Wirtshaustisch, den berühmt-berüchtigten Postingzonen des Standard. Einem professionellen Werber kommt unwillkürlich der Gedanke, dass da ein Kelch an ihm vorübergegangen ist. Die normal übliche Runde der Kritisierer, Besserwisser und professionellen Miesmacher von ein, zwei Dutzend erweitert auf Tausende? Um Himmels willen! Da entwirft man doch lieber Regalstopper für Hundefutter!

Ein interessantes Experiment haben sich die Grünen einfallen lassen: sie forderten Hinz und Kunz zum Plakatentwuf auf. In Anbetracht dessen, dass es sich bei den Einreichern nicht um völlig Ahnungslose handeln konnte, weil man da ja zumindest irgendein Grafik-Tool benötigt, sind die Ergebnisse erschütternd. Tiefstes Klischee wechselt ab mit No-na-Sujets und kranken Kreativspinnereien. Nur zwei, drei Perlen unter den über fünfzig Einsendungen. Und die hat keiner bemerkt, denn die öffentliche Abstimmung, an der sich jeder beteiligen konnte, hob als Sieger genau jene Arbeiten auf den Schild, die auch immer bei den Tests der “normalen” Kampagnen gewinnen: die absoluten Langweiler. Und das bei einer so aufgeklärten, progressiven Gruppe wie den Grünsympathisanten. Das Spitzensujet, für das sich jede Kreativagentur Venus und Löwen gleichzeitig abholen könnte, war denkbar einfach. Ein Bild von van der Bellen, und drüber steht: “Kreisky. Wer sonst.” Genial. (Wenn irgendwer weiß, wer das gemacht hat: bitte um Nachricht.) Der professionelle Werber jedenfalls kann aus dieser Aktion Befriedigung schöpfen. Jetzt weiß er, wozu er da ist. Das, was er beruflich macht, kann halt nicht jeder. Obwohl es natürlich auch bei den Profis nicht jeder so richtig kann.

Hochinteressant ist der Strategiewechsel der beiden Großparteien. Vor zwei Jahren warb die SPÖ mit Versprechungen und die ÖVP staatstragend, diesmal ist es genau umgekehrt. Bei Wahl 1 haben die Roten damit zwar gewonnen, sind dann aber später daran gescheitert, bei Wahl 2 ist ein Sieg der Schwarzen keineswegs aufgelegt, zumal sie ihren ureigenen Kern des vernünftigen Wirtschaftens ad absurdum führen. Da ist der Feind des professionellen Werbers der eigene Kunde – und seine Rache die Textwüste.

Manchmal wird der professionelle Werber allerdings auch zu einem Feind seiner selbst: da faselt der Chef der SP-Agentur in einem Jubelbeitrag im Falter etwas von der “Marke Faymann” und untermauert dies mit schwer erträglichen Plattitüden. Eine Marke ist kein geheimnisvolles Etwas, das man jedem X-beliebigen überstülpen kann, sondern einfach ein Produkt, das durch lange Zeit ein immer gleiches Niveau aufweist. Klassisches Beispiel: bevor es Markenlimonaden gab, hat halt jeder im Hinterzimmer irgendetwas ad hoc zusammengepantscht. Daher ist ein Mensch bestimmt keine Marke – sonst wäre er ein Automat. Macht es Faymann zu einer Marke, wenn man ihn abfotografiert wie einen Pompfüneberer am Zentralfriedhof? Wenn man ihm ein Text-Bonbon wie “zusammen arbeiten” statt “zusammenarbeiten” zuschreibt (was eh nur Philologen kapieren)? Wenn man ihn mit den Allerweltsbegriffen “sozial, entschlossen, zuverlässig” charakterisiert? Der Agenturchef: “Der Politiker bekommt dann Markenqualität, wenn er in den Köpfen, noch wichtiger, in den Herzen der Menschen Kontur, besser noch, Statur bekommt.” Aha. Leichenbestatter-Positur + Floskeln + Insidergags = Kontur x Statur. Das ist die Zauberformel. Der professionelle Werber kann darüber – nein, nicht mehr lachen. Sondern sich nur mehr wundern, wie sich Kunden von “Werbegurus” das Hirn zupappen lassen. Wau, jetzt bin ich eine Marke, denkt sich Faymann, und stellt sich bereitwillig neben Coca Cola und Fru-Fru ins Regal. Um von dort aus die Mehrwertsteuer seiner Markenkollegen zu senken. Weit haben sie’s gebracht, die Sozialdemokraten.


Anm. Super-Fi: Das Kreisky bild ist hier

VdB Kreisky



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26.09.2008
alm
Niko Alm

Big Mac? Nicht mit mir.

Theorie & Praxis



Fälschung (links, CCP Heye für McDonald’s), Original (rechts, Super-Fi für Die Grünen)

McDonald’s hat ja immer recht pfiffige Kampagnen und die Grünen Wahlplakate auf diese Art zu modden, ist eine launige Geste. Sie hätten ja auch eine F-Kampagne verwursten können: “Big Mac statt Whopper!” müsste das dann heißen.



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26.09.2008
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Niko Alm

Gastkommentar im medianet vom 26.9.2008

Presse



8 Millionen Wahlplakate
Ein gutes Wahlplakat zu machen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.


In Österreich gibt es fast so viele PolitikexpertInnen wie Teamchefs, also ein paar Millionen. Das Thema Wahlkampf dominiert die Berichterstattung und fast täglich erscheinen Kommentare zu den Wahlkampagnen und der Wahlwerbung. Als aufmerksamer Leser von Blogs vervielfacht sich die Zahl der guten Ratschläge und schonungsloser Kritik, die mit dem Angebot weitaus härter ins Gericht geht, als das jemals bei Kampagnen von Markenartiklern der Fall wäre. Das ist gut so. Es zeigt, dass die Rezeption von politischer Außenkommunikation breit stattfindet und wir würden uns schön wundern, wenn Kampagnen für Handytarife und zuckrigen Sprudel auch so diskutiert würden.
Die Anforderung an die Kommunikationsleistung von Wahlkampagnen ist aber übermenschlich. Hier werden nicht nur vehement einzelne Inhalte eingefordert, sondern die Darstellung des ganzen Spektrums. Kommunizierten Themen wird wechselhafte Wichtigkeit zugestanden, andere als fehlend reklamiert. Die Wahlkampagne muss Gründe liefern eine Partei zu wählen, aber nicht in Form von Themen auf Plakaten, sondern durch die bildliche und sprachliche Verknappung dessen, wofür die Partei steht. Fritz Dinkhauser brachte es mit entwaffnender Ehrlichkeit auf den Punkt: „Das einzige Rezept, das ich liefern kann, bin ich selbst.“ Jedes einzelne Großflächenplakat der 7 Parteien, denen realistische Chancen auf einen Platz im Parlament zugebilligt werden, zeigt in der Endphase aus gutem Grund den Spitzenkandidaten bzw. Heide Schmidt.
Alle diese Parteien (ausg. Dinkhauser) fahren natürlich ein politisches Vollprogramm. Jede Partei kennt die Aufgabenstellungen in jedem Politikfeld und hat auch eine Antwort parat. Im Wahlkampf geht es darum, diese Lösungswege zu erklären und eine glaubwürdige Umsetzungsgarantie abzugeben. Bei einigen erschöpft sich die Problemlösungskompetenz darin, die Schuld bei der EU und den Ausländern zu suchen, andere setzen lieber auf einen unterscheidbaren politischen Stil und eine nachhaltigere Herangehensweise an die Aufgaben. Der Wunsch ausschließlich wichtige singuläre Themen und Einzelangebote auf Wahlplakaten unterzubringen, kann nicht erfüllt werden. Es geht ja nicht darum, die WählerInnen mit Lockangeboten kurzfristig gefügig zu machen, sondern die Parteien und ihre SpitzenkandidatInnen in ihrer Problemlösungskompetenz zu positionieren und zwar in der gebotenen knappen Darstellung, die auch allen anderen Plakatkampagnen vorausgesetzt wird. Es orientiert sich hoffentlich niemand ausschließlich an Plakaten bei seiner Wahlentscheidung. Wer sich inhaltlich und thematisch wirklich vernachlässigt fühlt, hat bei TV-Duellen und beim Lesen der wirklich ausreichend ausführlichen und lesbaren Wahlprogramme genügend Material in der Hand, um sich eine Entscheidungsgrundlage für den 28. 9. zu bilden.



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23.09.2008
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Niko Alm

“VdB sieht richtig sexy aus!”

Presse, Super-Fi Projekte



Am Wochenende führte Der Standard (20.9.2008) wieder einmal eine launige Wahlplakatbewertungsrunde durch, wieder mit Daniel Gantner (gantnerundenzi) und diesmal auch Albert Essenther (Euro RSCG):

Und die Grünen (Agentur Super-Fi)? “Sagen endlich, und irgendwie tun sie das auch ganz sympathisch, warum man sie wählen soll” (Gantner), “flehen aber auch um Wahrnehmung der letzten Chance” (Essenther). Sollen sie doch flehen, meint Gantner: “VdB sieht richtig sexy aus!” Na also. (derstandard.at)

Daniel Gantner ist zu seinem scharfen Urteil natürlich vorbehaltlos zuzustimmen!

PS: Natürlich bräuchte jede/r ÖsterreicherIn ein individuell passendes Plakat. Kommentar “8 Millionen Wahlplakate



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15.09.2008
alm
Niko Alm

Misik erklärt Faymanns Eier

Theorie & Praxis



Robert Misik erklärt im Rahmen einer Kochstunde auf FS Misik wie das mit Faymanns Eiern so ist. Das passende Kochschürze wurde von The Gap mit Hilfe von Werner Faymann und Hans Dichand entworfen.

siehe auch: Das Dichand Dementier-Shirt



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15.09.2008
poodleunderwater
Cornelia Stastny

Salzburger Nachrichten am 15.09.2008

Presse



www.salzburg.com



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14.09.2008
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Niko Alm

UserInnenkampagne der Grünen 2/2

Super-Fi Projekte, Theorie & Praxis



Die eigentliche UserInnenkampagne wurde ja im vorigen Posting schon skizziert. Im Rahmen des Aufrufs UserInnen mittels Crowdsourcing in den Wahlkampf einzubinden, gab es aber tatsächlich eine Idee, die aus den Plakatskizzen ein schönes Stück herausgestochen ist und tatsächlich versuchte mehr als nur eine Slogan zu liefern, sondern gleich auch das Werkzeug, um diesen zu verbreiten.


Andreas Klinger (die.socialisten.at) baute eine Facebook-App, die es den UserInnen ermöglicht selbst Wahlplakat zu sein. D.h. die Applikation existierte nicht nur als Idee, sondern wurde kurzerhand auch wirklich umgesetzt und in Facebook live geschaltet.


Eine kurze Beschreibung findet sich hier: Das grüne Wahlplakat 2008

Dia Applikation selbst hier: http://apps.facebook.com/diegruenen/


Der Wahlkampf dauert ja bekanntlich noch 2 Wochen, also: Ausprobieren und mitmachen!


PS: ein ähnliches Super-Fi Projekt gab es auch für Vice und Puma



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14.09.2008
alm
Niko Alm

UserInnenkampagne der Grünen 1/2

Super-Fi Projekte



Der von Christoph Chorherr gleich nach Bekanntwerden der Neuwahlen getätigte Aufruf ihm doch Plaktentwürfe zu schicken, hat in den letzten 2 Monaten einige Dinge bewirkt. An dieser Stelle werden nur die Eckpunkte wiedergegeben:


9.7. Chorherr veröffentlicht den Aufruf in seinem Blog


Aufgrund der vielen Vorschläge wird die Geschichte ein wenig systematisiert und zur UserInnen-Kampagne umgestaltet mit dem Versprechen der Grünen die beliebtesten Plakate dann auch schlussendlich zu affichieren.

11.8. Einsendeschluss für Plakatvorschläg

Alles wird auf flickr gesammelt und auf derstandard.at zum öffentlichen Voting freigegeben.Innerhalb einer Woche vor dem Votingende wurde über 160 verschiedene Vorschläge in 2 Runden abgestimmt.

18.8. Votingende

Die Kritik an dieser Vorgangsweise (Entwurzelung des Grassroots-Ansatzes, verzerrendes Online Voting, etc.) ließ nicht lange auf sich warten, aber einerseits brauchte es ein Siegerplakat und mit mehr Ressourcen (Zeit und/oder Geld) ließe sich alles immer besser machen.

25.8. SiegerInnenehrung im Kunsthalle project space



8.9. Chorherr affichiert

Christoph Chorherr pickt selbst die ersten Plakate der UserInnenkampagne.



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