Es hat sehr lang gedauert, aber wir sind mit unserem Social Media Ranking endlich beim ersten größen Versionssprung angelangt und streifen nunmehr den Zusatz “public alpha” ab, um diesen mit “beta” zu ersetzen.
Wir sind beta!
Im Laufe des vergangenen Jahres seit unserem Launch Ende 2010 haben wir sukzessive kleine, kaum merkbare Verbesserungen und Verfeinerungen vorgenommen. Vor Kurzem haben wir auch heimlich Werte aus Foursquare ins Ranking integriert. An der Berechnungsmethode hat sich aber nicht viel geändert, außer, dass wir aus den vorhandenen Daten Korrekturen an den Parametern vorgenommen haben. In Version 2.0 haben wir aber die Berechnungsmethode komplett neu entworfen.
Wie funktioniert die neue Berechnung des Index?
Um es möglichst einfach zu erklären: Die neue Berechnungsmethode fußt auf historischen Daten, die wir ja mittlerweile fast ein Jahr zurückreichend verfügbar haben. Aus diesen Daten gibt es für jeden über die APIs abgerufenen Wert (Comments, Likes, Retweets, …) eine sinnvolle Hüllkurve, die aus dem Median und einem globalen Maximalwert definiert ist. Das bedeutet, dass sehr starke Ausreißer zu noch weniger Verzerrungen im Score führen als bisher. An der Spitze des Scores ist jetzt noch Luft zum Maximalwert von 100. Dafür drängt es sich am Ende sehr stark zusammen, weshalb wir auch eine zweite Dezimalstelle anzeigen.
Neuer Datenzeitraum
Generell ist die Aussagekraft des Social Media Ranking auf den vorderen Plätzen wesentlich besser. Hier kommt es im Vergleich zu letzten Version auch de facto nicht zu Verschiebungen. Größere Abweichungen im Ranking ergeben sich außerdem dadurch, dass wir jetzt Daten der letzten vier Wochen verarbeiten anstatt wie bisher der letzten Woche. Die Aktualisierung wird weiter jeden Montag erfolgen.
Und das nächste Mal schaffen wir auch das lang geplante Redesign. (Aber zuerst machen wir den Werkmeister-Kurs fertig.)
Hier noch ein kurzer Überblick, was sich getan hat… (Danke Michael Schöner, du Held!)
Datenzeitraum: vier Wochen
Neue Berechnungsmethode
Integration von Foursquare (derzeit nur Business Pages!)
Anzeige der zweiten Dezimalstelle (wooohooo!)
… und was noch geplant ist:
Integration von Google+
Neue Werte von Facebook (“talking about this” et al)
Segways braucht man nicht mehr vorstellen. Mittlerweile hat sich in unseren Breitengraden herumgesprochen, was Segways sind und wie cool das Herumdüsen (selbst erprobte Spitzengschwindigkeit: 21km/h) mit den Teilen ist.
Nach einigen Wochen Vorbereitungszeit und Ablehnung von vielen Bestechungsversuchen von Kollegen, die es nicht auf die Fahrerliste geschafft haben, ging es vorgestern los.
Ja, am Anfang hat wirklich jeder etwas Angst, wenn es um das Betreten der Stehfläche geht. Steht man doch plötzlich vor einem Gerät, dem man vertrauen muss, dass es sich rechtzeitig ausbalanciert, wenn man drauf steht.
Und ja, die Segways tun es wirklich – auch wenn es bei dem einen oder anderen am Anfang einem Eiertanz glich.
Nach ersten Fahrversuchen passierte das, was immer bei coolen Gimmicks passiert. Die härtesten Kollegen wollten nicht mehr herunter und drehten “nur mal schnell noch eine Runde”.
Vom Gesetz her gelten Segways als Fahrräder, also nur Fahrradspur oder Straßen. Im Eifer des Gefechtes vergisst man schnell mal, dass der Wiener Stadtpark eine Sperrfläche für Fahrräder ist. Daher ist folgendes Video auch nie aufgenommen worden.
Von den drei Modellen, die uns zur Verfügung standen, war das Crossroadmodell der Liebling der Nation. Aber alles Gute hat seine Einschränkungen (der Akku wars) und so durfte Kollege Kreytenberg seinen Segway auf den letzten Metern schieben.
Fazit: tolle Geräte, machen viel Spaß – eine Akkuladung hält etwa 30 Kilometer und auch bei leichten Neigungen macht der Segway eine gute Figur. Manchmal etwas umständlich, wenn es um das schnelle Auf- und Abspringen oder abstellen geht. Aber wer auf einen Segway setzt, hat auch ein anderes Lebenstempo.
Wir haben uns gestern in die feschen Super-Fi-Lauf-T-Shirts geworfen und uns den Marathon untereinander aufgeteilt. Zu viert konnten wir immerhin eine für unsere Verhältnisse sehr annehmbare Zeit hinlegen: Achtung: Bernhard Schmidt = Klaus Heller.
So erfrischt schauen wir nach einem Marathon aus:
Nächstes Jahr wieder! Wir wollen mehrere Super-Fi-Staffeln!
Die von The Gap und A1 veranstaltete Diskussionsreihe, die Fragen rund um die digitale Zukunft (2020) aufwirft, findet am 14. April im Wiener Hub zum Thema „Allgemeinbildung 2020“ statt.
„Ich weiß eh …“
In Zeiten des digitalen Informationsüberflusses stehen Bildungseinrichtungen vor der Aufgabe, ihre Methoden zu überdenken. Wie wird Allgemeinbildung 2020 definiert sein? Lernen wir dann nur mehr, wie wir relevante Inhalte finden und filtern können? All diese Fragen werden beim nächsten twenty.twenty diskutiert. Vor der Veranstaltung wurde wie üblich zur sogenannten Blogparade aufgerufen, bei der Blogger zu einem Statement zum Thema gebeten werden. Die Beiträge sind alle gesammelt auf www.twentytwenty.at zu finden. Das Event wird wie immer über Live Stream übertragen.
Speaker und Moderation
Ursula Maier-Rabler, Professorin am ICT&S Center an der Universität Salzburg, konnte für die Keynote gewonnen werden. Zudem werden Jörg Hofstätter, Experte für Serious Games und Gründer der Onlineagentur ovos, Rupert Corazza, Bildungsforscher im Stadtschulrat für Wien und Christoph Schwarz, Leiter des Lehrerportals auf die Presse.com, ihre Ansichten zur Zukunft der Allgemeinbildung darstellen. Moderiert wird der Abend von The-Gap-Chefredakteur Martin Mühl, der das hochkarätige Speaker-Aufgebot schätzt: „Wir freuen uns auf sehr interessante Personen als Speaker bei twenty.twenty. Das Thema wird uns alle ohne Zweifel noch länger begleiten wird und so gehen wir davon aus, dass sich eine handfeste Diskussion ergibt.“
… muss man sich was Neues überlegen. Wie Literatur auch für Nicht-Nerds noch interessant und lesbar sein kann, zeigen Scott Lindenbaum und Andy Hunter mit Electric Literature, einer Sammlung von Kurzgeschichten zeitgenössischer Autoren, die 4 x im Jahr veröffentlicht wird. Mit der Bereitstellung der Texte für alle relevanten mobilen Endgeräte wie iPad, Kindle, iPhone sowie Print-On-Demand und der Konzentration der Kommunikation auf Social Media gelingt etwas, von dem viele meinen, dass es fast zu spät ist: die Wiederbelebung der Literatur in Zeiten der Illiterarizität. Für The Gap gibt’s mehr dazu in Artikelform.
Fast nebenbei haben die Macher von Electric Literature vor Kurzem ein soziales Netzwerk namens broadcastr gelauncht. Mit dem Service können selbst aufgenommene Audiofiles mit einer Handy-App sofort einem Ort zugeordnet werden. Spannend. Hier gibt’s mehr dazu.
Einmal im Jahr reiht medianet alle möglichen Branchen, Medien und Agenturen in der Ranking Week gehörig durch.
Super-Fi hat sich in den letzten Jahren im New Media Ranking kontinuierlich nach oben entwickelt und zählt nach aktuellem Stand nunmehr zu den drei größten Agenturen des Landes (nach Honorarumsatz).
Das freut uns natürlich und die Ehre ist dem gesamten Team des Mikromischkonzern geschuldet, das ja mittlerweile auf gut 60 Menschen angewachsen ist.
Mit unserer Website geht es uns wie vielen unserer Mitbewerber: Die perfekte Präsentationfläche des Unternehmens mit all dem Können, das uns zur Verfügung steht, zu realisieren, geht sich im normalen Arbeitsalltag einfach nicht aus. Und eine andere Agentur zu beauftragen wäre irgendwie doch absurd.
Ca. 2007 haben wir uns daher entschlossen zu bloggen. Und das funktioniert erstaunlich gut. Neue Projekte, Know-How, Trivialitäten aus dem Büroalltag, Casual Fridays, … all das kann bequem in Blogposts verarbeitet werden und geschieht im Vergleich zu dem üblicherweise vernachlässigten News-Bereich einer Site, den sowieso keiner lesen will, auch. Die Zugriffe haben sich seither vervielfacht. Unsere Website ist damit zwar keine Hochglanzbroschüre um neue Kunden zu gewinnen, aber 1. präsentieren wir was wir können ohnehin lieber persönlich und 2. erfüllt die Site damit einen ganz anderen Zweck: Wir zeigen, wie wir wirklich drauf sind, und das wird von (potenziellen) Kunden und v. a. angehenden Kollegen genauso geschätzt.
Um uns noch besser vernetzen zu können und noch mehr Content-Umschlag ohne Mehraufwand bewältigen zu können, haben wir nun beschlossen, unser Blog mit einer Einstiegsseite zu versehen, und zwar auf Facebook. Mit dem Eintippen von “super-fi.eu” landet der User nunmehr auf einem Facebook Tab, wo die wesentlichen Dingen angerissen sind (Blogbeiträge, Kunden, Kollegen).
Viele Fans haben wir derzeit nicht, weil wir den Wechsel zu einem neuen Username (facebook.com/SuperFi) gleichzeitig damit vollzogen haben. Die alte Fanpage (facebook.com/SuperFiVienna) bleibt als Archiv online.
In seinem aktuellen Leitartikel in The Gap 108 vergleicht Thomas Weber den ORF mit einem geschlagenen Hund, der durch das Ende der FuZo schlussendlich auch einfach noch kastriert wird. Abseits von markigen Metaphern stellt er die berechtigte Frage, ob eine hybridfinanzierter, staatlicher Rundfunk im Jahr 2010 wirklich noch das beste Modell ist. Sollte Österreich nicht viel mehr dem Beispiel anderer Länder folgen und sich einfach einen “demokratischen Wachhund” leisten?
The Gap hat als erstes österreichisches Magazin die Crowd Funding Services Flattr und Kachingle auf der Website integriert.
Citizen Kane hatte zwar einige Probleme, die Sache mit dem (Boulevard)Journalismus war aber zur Zeit von Orson Welles noch eine andere. Während Kane im legendären Film aus armen Verhältnissen stammend ein Zeitungsimperium aufbaute, kämpft heute eine große Zeitung nach der anderen gegen den Untergang an und diejenigen, die sich für die digitale Veröffentlichung in Form von Onlinezeitungen oder Blogs entschieden haben, genießen Wertschätzung höchstens in Form von ein paar Likes.
Das soll sich nun ändern: Crowd Funding Konzepte durch Dienste wie Flattr oder Kachingle sollen subjektive Qualität wieder finanziell belohnbar machen. Der User gibt pro Monat eine gewisse Summe aus (bei Kachingle 5 Dollar, bei Flattr kann die Summe selbst bestimmt werden) und kann dann auf Websites und Blogs, die die Services nutzen, mit einem Klick einen kleinen Beitrag leisten. Je mehr User mitmachen, desto höher die Chance auf finanziellen Support der Leser. The Gap lässt die Zeiten von Citizen Kane zurück und schaut mal, was passiert, wenn die Leser selbst bestimmen können, welche Artikel und Websites sie supporten. Wir werden hoffentlich bald geschmeichelt sein vor lauter digitalem Münzengeklimper.