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Ein echter Wiener geht nicht unter. Wie oft assoziierte man diesen Satz mit Edmund Sackbauer, dem Wiener Urgestein und gleichzeitig die Paraderolle des Karl Merkatz. Nun, das Bild des echten Wieners, so urig und lässig diese auch sein mag, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Und so wie Wien eine Weltstadt geworden ist, veränderte sich auch der Wiener.
Markus, Hans, Karl und Franz haben immer noch Heimvorteil. Murat, Ali, Cahit und Ahmed aber genauso und das kommt nicht von ungefähr, ist diese Stadt doch Drehscheibe und Kreuzung kultureller Netze.

Das Stadt Magazin dasBiber, welches sich mit den Themen Migration und Integration auseinandersetzt, hat – rechtzeitig zur Wahl – die Wiener Vielfalt aufgefangen und diese in einer einzigartigen Wahlaktion umgesetzt.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen über die Straße und ein Plakat fordert sie auf, ihre Stimme für ihr Wien abzugeben. Slogan: “Ich bin Wienerin, ich gehe wählen”.
Nichts ungewöhnliches, wäre da als Absender nicht Murat mit seinem Namen und Foto drauf. Murat ist übrigens echter Wiener und hat eine Stimme und bestimmt mit, was in Wien passieren soll.
Ich hatte das Vergnügen, Teil dieser Kampagne zu sein, deren Grundidee und Umsetzung ich sehr gelungen finde. Die Plakate konnte man kurz vor der Wahl kreuz und quer in Wien verteilt finden.
Auch wenn die Wahlbeteiligung in Österreich seit Langem mit den Leistungen der österreichischen Fussballnationalmannschaft gleichzusetzen ist, so macht diese Kampagne klar bewusst, dass auch Menschen, die nicht aufgrund ihres Geburtsrechts Wiener sind, ihre Stimme nutzen, um dieses Fleckchen Europa weiterzubringen. Thumbs up!
Tags: Biber, Migration, Wien Wahl