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Montag, 1. August 2012, 10:30 Uhr. Hier bin ich nun. Auf der Parkbank vor dem Super-Fi-Bureau. Es hat gefühlte 36 Grad. Im Schatten. Und ich bin natürlich eine halbe Stunde zu früh. Während ich warte, überlege ich, was mich in den nächsten vier Wochen wohl so alles erwartet. Trotz fleißiger Recherche im Super-Fi-Blog habe ich nur eine vage Vorstellung davon, welche Aufgaben und Herausforderungen das nächste Monat für mich bereit hält.
Wie ist es denn dazu gekommen ist, dass ich nun hier sitze und warte? Mitte April hatte ich bei der morgendlichen Zeitungslektüre eine Ausschreibung der futurezone mit verschiedenen Ferialpraktika im Kurier entdeckt. Diese wurde noch ziemlich verschlafen überflogen – bis zu der Zeile, in der mir “Super-Fi” ins Auge sprang – jetzt war ich hellwach und “rrrratsch” war der Artikel herausgerissen. (Und ja – ich gehöre zu dieser seltsamen Spezies, die tatsächlich noch Printausgaben liest!) Schon ein paar Monate zuvor hatte mich ein Vortrag von Niko Alm im Rahmen der Marketing Natives ziemlich beeindruckt und davon überzeugt, dass es sich bei Super-Fi wohl um den coolsten Mikromischkonzern des gesamten Planeten handeln musste. Mein Entschluss stand fest. Ich wollte dieses Praktikum. Schwupps – schon war die Bewerbung verfasst und abgeschickt. Und siehe da, ein paar Tage später – eine Zusage! Yippie Yippie Yeah!
So, jetzt aber wieder zurück zur Parkbank. Mittlerweile ist es endlich so weit – und ich betrete ehrfürchtig das Bureau. Drinnen erwartet mich ein geschäftiges Gewusel aus Menschen, Laptops, Fahrrädern, Schreibtischen und kleinen und großen Hunden. Meine betreuende Projektleiterin Lilli ist trotzdem schnell gefunden – und schon geht’s los! Bureau-Führung, Laptop, eigene E-Mail-Adresse – ich kann kaum glauben wie schnell ich voll ausgestattet auf meinem Arbeitsplatz sitze. Zum lange Nachdenken komme ich aber nicht. Denn schon prasseln die Aufgaben auf mich herein – im Minutentakt melden sich die Projektleiter bei mir um mir ihre Projekte zu erklären. Der allererste Tag – und schon arbeite ich an einem Facebook-Postingplan, kümmere mich um Einträge im Social Media Ranking und bereite eine Präsentation vor. Ich bin begeistert!
Der Rest der ersten Woche vergeht ebenso in Lichtgeschwindigkeit – und auch mein zweiter Montag. Doch dann ist Dienstag. Am Dienstag ist alles anders. Wirklich alles. Heute bin ich in St.Pölten. Hier ist es normalerweise ruhig und menschenleer. Aber heute nicht – denn morgen beginnt hier das FM4 Frequency Festival. Und nein. Ich habe nicht mein fantastisches Praktikum spontan hingeworfen um mich ins Festivalchaos zu stürzen. Im Gegenteil. Ich bin hier um zu arbeiten! Und zwar für Desperados. Das Tequila Flavored Beer ist nämlich Kunde von Super-Fi und auf diesem Festival mit der Desperados-Factory quasi der Headliner aller vertretenen Marken. Während die Factory fertig aufgebaut und Licht und Ton installiert wird, laufen auch bei uns die Vorbereitungen auf Hochtouren – schließlich soll morgen nachmittag alles bereit sein für die Festivalbesucher. Und schneller als ich “Desperados” sagen kann ist es soweit – Einlass! Tausende Festivalbesucher stürmen das Gelände! Meine Aufgabe ist es, die ohnehin schon vor Enthusiasmus strotzenden Festivalbesucher von Desperados zu überzeugen. Und so erkläre ich jedem, der gern ein bespraytes oder bemaltes Desperados-Shirt, eine Kappe oder ein extra graviertes DogTag haben möchte: “Kauf dir drei Desperados – dann bekommst du einen Gutschein dafür!” Nebenbei achte ich darauf, dass in der Factory alles glatt läuft, unterstütze die Promotoren und plaudere mit den Festivalbesuchern – und ich finde es toll! Nach vier Festivaltagen bei staubtrockener Hitze zeigen sich zwar erste Ermüdungserscheinungen – aber ich habe viel über große Events, Markenauftritte und die dahinterstehende Organisation gelernt!
Nach einem kurzen Wochenende sitze ich montags wieder topfit an meinem Arbeitsplatz. Woche 3. Nicht zu fassen, wie schnell die Zeit hier vergeht. Und weiter geht’s mit Postings, Fan-Aufstellunge, Websites testen, Brainstormings und Besprechungen. Nebenbei lerne ich auch, dass vegetarisches Essen nicht nur gesund und lecker ist, sondern in manchen Fällen auch gefährlich scharf sein kann. Im Mikromischkonzern gibt es nämlich Kochgruppen – ein gelungenes Konzept, das nicht nur leere Bäuche füllt, sondern beim gemeinsamen Essen und Kochen auch zu interessanten und lehrreichen Gesprächen führt.
Freitag, 31. August 2012. 12.00 Uhr. Draußen hat es erfrischende 15 Grad und es regnet. In Strömen. Zum ersten Mal in vier Praktikumswochen. Na toll. Passender könnte das Wetter nicht sein an diesem – meinem allerletzten – Praktikumstag. Nein Mann, ich will noch nicht gehen. Ich mag die Arbeit hier nämlich. Doch dann kämpft sich ein bisschen Sonne durch die Wolken. Und ich freue mich. Denn die letzten Wochen waren eine einzigartige Erfahrung, in der ich nicht nur den Agenturalltag, Eventorganisation, Social Media und zahlreiche Projekte sondern auch viele tolle interessante Menschen kennenlernen durfte. Und auch wenn mein Praktikum in wenigen Stunden zu Ende geht – diese Erfahrung nehme ich mit! Danke, Super-Fi!











