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02.06.2010
Georg Pichler
Georg Pichler

Georgs Logbuch #5: The Story Ain’t Over

Praktikantenlogbuch, Startseite



Frei nach einer wunderschönen Ballade einer meiner Lieblings-Powermetal-Allstar-Ensembles (was für ein Wort!) Avantaisa: Mein Praktikum bei Super-Fi ist ausgelaufen.


Am Montag. Ohne mich.


Allerdings nicht, weil mich plötzlich eine Demotivationswelle erfasst hätte, sondern wegen meines Hausarztes.


Genauer gesagt wegen eitrigen Mandeln und der ersten Mittelohrentzündung seit 15 Jahren.


Den großen Abschied mit meinem legendären Baileys-Tiramisu hatte ich versprochen, und allen den Mund für Montag wässrig gemacht.


Dann führten mich meine unangenehmen Schluckschmerzen doch zum Onkel Doktor, der sich verwundert darüber zeigte, dass ich bisher noch keine Schwindelanfälle und Schüttefrost* hatte.


Ich bin eben ein stabiles Kerlchen, trotzdem muss ich mich bis diesen Freitag noch mit Antibiotika anfressen.


Und weil es mit dem Montagsabschied nichts wurde, sitze ich also heute Mittwoch zwischen all den 4square-Geeks** und habe das selfmade Baileys-Tiramisu mitgebracht. Binnen einer Stunde war die Riesen-Backform geleert, was ich ungefragt als herzlich positive Kritik meiner mythischen Dessertkreation auffasse.


So ganz sentimental ist dieser Abschied dann doch nicht geworden. Denn das Goodbye zu Super-Fi ist eines auf Zeit. Die Zeichen stehen auf Wiedersehen im Herbst, worauf ich mich ausgesprochen freue.


Ich könnte jetzt im Detail ausführen warum, ziehe es aber vor ein leicht verständliches Faktum als ultimativen Beweis vorzubringen.


Ich werde ab Herbst wieder am frühen Morgen (sprich: zu einer klar einstelligen Stundenzeit) aufstehen. Freiwillig.


Das mag jetzt befremdlich wirken, ist aber für einen Spätzubettgeher und Morgenmuffel das größte Opfer, das man überhaupt bringen kann.***


Super-Fi, all jene Leute die hier in Wien-Wieden in diesem Büro sitzen und die spannende Arbeit, die es hier zu verrichten gibt, entschädigen für diese wahrhaftige Entbehrung.


Ich hinterlasse ein paar fertige Projekte, eines, das wohl demnächst fertig wird und ein (sehr positiv bewertetes) Konzept, aus dem ich in Zukunft noch eine erfolgreiche Unternehmung machen will.


Bis dahin gilt: Ich werde euch, ehrlich, vermissen.


* Besagter Arzt führte das schließlich auf „meine gute Ernährung“ zurück. Wenn der wüßte…


** Herr Alm durfte sich bis vor kurzem den „Mayor of Internet“ nennen.


*** Ich empfinde im Übrigen tiefsten Respekt für all jene arme Seelen, deren Wecker um 5:30 oder zu ähnlich unmenschlichen Zeiten klingelt.





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